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Feb 12
2009

Donauinsel - Winterfrost

Posted by kaeau in winterwienphotosnaturhdrifotosdonau

Ein Ausflug auf die Donauinsel, als die Ausläufer eines Wintersturms Schnee, Regen und Eis gebracht hatten.

 

Nein, das war nicht die Anreise, man ist ja grundsätzlich auch bei Sauwettter lieber zu Fuss unterwegs. Da gehts rauf zur Brücke, der alten, bekannten, und da gibts auch ne über das Wasser rauschende Ubahn. Und ein Ausblick. Ein eigentlich Groszartiger.

 

Aber: alles schon gesehen, alles schon gehört. Und da man (jaja, ich spreche noch immer von mir, was jetzt allerdings nichts mit majestätischem Plural zu tun hat, sondern rein mit hinter den Vorhang treten, was ich allerdings schon kaputtmache, indem ich dem mehr Zeilen widme als essenzielleren Dingen, .. ahm. Stop.) ja nicht zum Tourismusbüro der Stadt Wien gehört, gehts ab jetzt Abseits.Runter. Rein, ins Gestrüpp, dort wo die Schuhe so schön nassund kalt werden im Schnee und Matsch..

Und dann entdeckt man (ich, ich weisz, jaja), also der Forscher (Ausflucht geglückt) es. Mitten nach dem Durchkämpfen durch Unterholz, Sträucher und Trampelpfade auf einmal Zelte. Ne Handvoll, ein Zeltdorf.

Ich hab es ja nciht gewagt, höflich anzuklopfen, aber ich glaub da wohnen obdachlose Menschen, was für eine Leben! Es war wirklich bitter kalt, wie der Teich oben zu beweisen vermag, und feucht und triefend. Richtig schöner Ekel-Winter, den man (..) persönlichsogar eh schätzt. Aber da draussen, versteckt, unter der Reichsbrücke, in einem Zelt leben zu müssen und eh überall verdrängt und verjagt werden.. Nein, nicht beneidenswert. 


Aber wie gesagt, ich wollte nciht stören, es war auch so gespenstisch leise und das Klicken meiner Pentax (Ha, das ist so dahingesagt, als würd manzu nehm Fotoclub gehören und dort ne Geburtstagsrede für den Vorstand halten, vor versammelter Gesellschaft..) wirkte allein schon fehl am Platz. Naja, es ist dokumentiert. Und ich bin um eine Einsicht weiter. Man auch.

Weg, durch Zivilisationsüberreste, die hald groszstadtbedingt überall herumlurken. Wer allerdings tonnenweise Oliven in sich reingestopft hat, man bedenke, Donauinsel, ist mir ein Rätsel. Oder vielleicht wollte jemand nen Hain gründen, um in 50 Jahren selbst zu ernten. Blöd hald, der Winter weisz das zu verhindern, aber ey, kein Problem, bald haben wir eh zwar mehr Stürme, Überschwemmungen und Extremwetterfälle, aber dafür auch irgendwann weniger Schnee und Kälte. Der Globus hat ja ein krankes Klima. Und das geht auch nciht mehr so schnell weg. Also her mit den Olivenbäumen.

Ein wenig entfernte Nachbarn zur Zeltstadt, ne, Dorf,  sind Schwäne, Teichhühner und Enten (Meist Stock, aber auch andere). Zutrauliche Viecher, eigentlich. Aber ruhighalten können sie gar nicht, wie zapplige Volksschüler.

 

Nachbar 2 zum Zeltdorf: Fischerboote, Fischeboote, die mehr den Eindruck einer Gartenhütte machen. Da ists nix mit Tradition, Ästhetik, oder, Gott bewahre,  Form follows Emotion. Aber ich glaub, Fischer habens auch cniht so mit Industrial Design. Ganz generell gesprochen.

Die Zeit verrinnt, komische Wetter-Windräder und bald wird es dunkel. Und es war zu diesem Zeitpunkt schon so kalt, dasz ich alles verwackelt habe. Was ich natürlich nur auf die längeren Belichtungszeiten schiebe, nciht auf bis an die KNochen gefrorene Finger und der Tatsache, dasz ich mich fernab der Wege dann doch tatsächlich in Mitten der Donauinsel sowas wie verirrt habe. Ist ja beinahe peinlich. Aber was solls, der Abenteuerdrang ist hald manchmal stärker als die Vernunft. Oder oft. Eher oft, ja, so sagt man (Ok, ich gebs zu Ende auch hier zu: ich.).


Feb 09
2009

der Tod am Donaukanal (plus Biber)

Posted by kaeau in winterwienphotosnaturhdrifotos

Heute Nachmittag gab`s Zeit, um mal wieder so richtig spazieren gehen zu können, und da so richtig spazieren gehen ohne so richtig auch Fotos zu machen mir zwar eh nett, aber trotzdem auch so richtig unerfüllt vorkommt, wird aus Teufel komm raus geknipst, währenddessen..

 Nun, die Welt hält ja ständig Überraschungen bereit. Und das sollte auch oftmals nicht undokumentiert bleiben.

Die Überraschungen, und ähnlisches, erhält man natürlich auch erst, wenn man ein wenig abseits herumklettert, und da gibts ums Eck einige Gelegenheiten,  bei denen Wien schon recht sumpfig wird.

 Wasser, Schlick und Schlamm, Steine und Plätschern. Schön, wenn man das vor der eigenen Haustür hat.


 Soweit so gut, alles noch im Rahmen, aber dann.. ich dachte mir schon, was das soll. Zuerst kam es mit vor, als hätte jemand willkürlich mit ner Axt Bäume umgehackt, Vandale und Verdammnis für den Wildwuchs. Manchmal auch nur Halb. Aber dann, nachdem die  Stellen immer unmöglicher wurden, um dort noch nen beherzten Axthieb anzubringen, bliebt nur mehr eine Möglichkeit, eigentlich: Biber. Das kann schon sein, vielleicht hat einPack juvinaler Nagetiere mit seltsamen Schwänzennen Partyausflug gewagt, die Donauau verlassen um mal so richtig in der Groszstadt auf den Putz zu hauen. Beziehungsweise die zu gelben Zähne ins Holz. 

Vielleicht irre ich mich auch. Das kann natürlich sein, und es war alles ganz anders. Allerdings: ich behaupte die Spuren sind eher in Richtung Verdacht weisend. Biber-Attacke. Schön, wenns wahr ist, dasz es das noch gibt, heutzutage! (Die dürfen das ja, die wurden so gemacht.)

 

Zurück in der Zivilisation, auch wenn die eh die ganze Zeit nur ein paar Schritte entfernt war.

Die Zeichen sind untrüglich: Back to Civilization! (Und ich mein das jetzt hier gar nicht Computerspiel-mässig.)

Schnell über die Brücke, samt Überblick. Und ja. Es wird Abend. Wiedermal.

Fürn Notfall, ein Schiff. Ach, ich hätt ja wirklich gern ein Schiff, und sei es so ne Rettungszille der Gemeinde Wien.  Nur ein kleines Segel dazu.. ach, anyway. Am anderen Ufer findet man Zeugs, Mengen an Zeugs, eigentlich sollte man Müll dazu sagen.Im gesamten nicht mal ein Photo wert, allerdings im Einzelen.. nun, ich lass es für sich sprechen, und schliesz mich an:

Ja, wer stirbt schon gern unter Palmen? (Wobei sich natürlich die Frage sofort in den Kopf schleicht, wer denn woanders das im Gegenteil ausgesprochen gern tut. Blöder Titel. Ich glaub es ist ein Schmuse-Roman).

 Naja, wie dem auch sei,lassen wir das unbeantwortet. Und was der Vater denn damit zu tun hat, weisz ich sowieso nicht. Da geh ich lieber heim, aber echt!

Und mach noch paar Fotos am Weg, also Foto-Sources, um hinterher den ganzen Abend lang HDRIs zu schnitzen. Aber echt! Nur nicht den Kopf verlieren! (So wie das arme Taubenviech, das da im Brückengitter rumhängt, wahrscheinlich grad zurück aus der Südsee, sich dort gedacht, nee, hier nicht, , sind ja Palmen über mir, hör auf deinen Papa, Heimreise, Hinrichtung (Fuchsgebiss oder Katzenkralle, freie Wahl), alles gut. )



So, genug für heut. Wirklich genug. Und jetzt Arbeit.Denn das macht ja bekanntlich das Leben süsz. Na dann..

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